Bericht Schuldenprävention - Endversion

Bericht Schuldenprävention - Endversion

Der Einstieg mit dem Video („Ich bin reich und ich scheiß auf alles!“) hat direkt gezeigt, wie stark Reichtum und Erfolg in Social Media inszeniert werden. Besonders hängen geblieben ist, wie Influencer Geld verdienen: Ein Werbepost kann mehrere tausend Euro bringen, oft in ganz normalen Posts oder lustigen Sketches verpackt. Wir sehen solche Inhalte täglich und können leicht vergessen, dass das Werbung ist – und dass die Produkte nicht mal wirklich genutzt werden müssen. Das beeinflusst Kaufentscheidungen, ohne es zu merken.

Sehr eindrücklich war das Thema In-App-Käufe. Die Geschichte von einem Schüler, der 2.000 € in einem Spiel ausgegeben hat, hat gezeigt, wie schnell kleine Beträge sich summieren - gerade bei Games und Apps, die ständig zum Kaufen verleiten. Man sollte sich vorher festlegen, wie viel Geld man für sein Hobby ausgeben möchte.

Beim Thema Betrug wurde klar, wie real die Gefahr inzwischen ist: Fake-Nachrichten wie „Mama, ich brauche Geld“, gefälschte Online-Shops durch KI oder Anrufe von angeblichen Bankmitarbeitern mit imitierter Stimme. Echtzeitüberweisungen machen das noch riskanter, weil man Fehler nicht rückgängig machen kann.

In den Gruppenarbeiten zu Zinsen, Inflation und Krediten wurde deutlich, wie wichtig finanzielle Grundlagen sind. Besonders relevant für die Zukunft: Immobilienkredite, die Bedeutung der Schufa und dass ein guter Score niedrigere Zinsen bedeutet.

Kritisch diskutiert wurde anschließend, dass die Schufa als Privatunternehmen großen Einfluss auf das Recht zu wohnen hat – Kriterien wie Wohnort oder mehrere Konten können nämlich den Score verschlechtern. Da Sozialwohnungen rar sind, kann eine schlechte Schufa echte Folgen fürs Leben haben. Insgesamt hat die Einheit gezeigt: Finanzwissen ist keine Theorie, sondern betrifft unsere Entscheidungen jetzt und unsere Chancen später.